Hangry - Darum hast du schlechte Laune, wenn du hungrig bist

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„Du bist nicht du, wenn du hungrig bist!“ – trifft das auch auf dich zu? Du bist gereizt und meckerst deine Mitmenschen grundlos an, wenn du im „Hangry“-Modus bist? Damit bist du nicht allein, denn in deinem Körper passiert in der Hunger-Phase so einiges, was es dir nicht leicht macht, die Kontrolle zu behalten. Die Wissenschaftlerin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim erklärt dir in diesem Video, warum du in den Hangry-Modus schaltest.

Du bist nicht du, wenn du hungrig bist? Beschwer dich beim "Hungerhormon" Ghrelin!

Sobald du hungrig wirst, ist Schluss mit lustig? Die Engländer haben ein Wort dafür: „Hangry“, zusammengesetzt aus „hungry“ (hungrig) und „angry“ (ärgerlich). Und dieses Phänomen lässt sich sogar wissenschaftlich erklären: In unserer Magenschleimhaut und der Bauchspeicheldrüse wird das „Hungerhormon“ Ghrelin gebildet. Es regt unseren Appetit an und lässt uns wortwörtlich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Deshalb können wir irgendwann nur noch ans Essen denken, wenn wir richtig hungrig sind. Doch die Sache hat auch einen Haken …

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Das weckt das Hungermonster in dir

Ghrelin steigert nämlich nicht nur unsere Aufmerksamkeit für Nahrung, sondern beeinträchtig auch den Teil des Gehirns, der für die Selbstkontrolle zuständig ist. Und das weckt das Hungermonster in dir: Es macht dich ungeduldiger und gereizt – und ist vermutlich auch für so manch überhitzten Kaufrausch im Hungerwahn verantwortlich.

Das ist aber noch nicht alles, denn wenn dein Blutzuckerspiegel sinkt, weil du länger nichts gegessen hast, gerät dein Gehirn in Alarmbereitschaft: Da es von Glucose abhängig ist, wird der Beschaffung von Nachschub höchste Priorität eingeräumt. Kommt dir jetzt was in die Quere, kannst du schnell gereizt reagieren.

Stresshormone schalten den "Hangry"-Turbo an

Zu guter Letzt triggert ein niedriger Blutzuckerspiegel auch noch die Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin. War das zu „Jäger und Sammler“-Zeiten noch hilfreich bei der Nahrungsbeschaffung, führt das heute eher dazu, dass du endgültig in den „Hangry“-Modus schaltest und deine Mitmenschen grundlos anmeckerst. 

Du siehst also: Eigentlich kannst du gar nichts dafür, wenn du hangry bist. Aber es gibt einen einfachen Trick: Gönn‘ dir eine Scheibe Vollkornbrot, wenn du hungrig wirst, und lass die Finger von Süßigkeiten. Bis zur nächsten Mahlzeit wird dich das erstmal milder stimmen. 

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